Meine erste Geburt in der Klinik verlief absolut komplikationsfrei. Unsere Tochter kam relativ zügig und begleitet von einem sehr lieben Hebammenteam zur Welt. Schon damals warst du, liebe Nadja, unsere Hebamme in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Mein Mann und ich fühlten uns bei dir rundum gut aufgehoben und das Zwischenmenschliche hat einfach gepasst. Und schon damals hast du mich auf das Thema Hausgeburt angesprochen, nur konnte ich mir das zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht vorstellen.

Bei meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich dann zu Beginn wieder denselben Plan – Hebammenkreißsaal in der Klinik. Bei unseren gemeinsamen Vorsorgeuntersuchungen mit dir kam wieder das Thema Hausgeburt auf. Nachdem meine erste Geburt schon so reibungslos funktioniert hatte, kam mir der Gedanke an eine Geburt bei mir Zuhause plötzlich gar nicht mehr so fremd vor. Mein Mann bestärkte mich von Anfang an und so wurden durch viele Gespräche mit dir und meine eigenen Nachforschungen meine Zweifel immer weniger. Dieses Mal belegten mein Mann und ich dann auch einen gemeinsamen Geburtsvorbereitungskurs und so fühlten wir uns gegen Ende der Schwangerschaft so sicher und bestärkt, dass ich mich richtig auf die Hausgeburt freuen konnte. Ich stellte mir eine ruhige, selbstbestimmte Geburt in meinem Lieblingsort vor, meiner Badewanne. Und genau so kam es auch – ich durfte meinen Sohn nach einer schnellen, kraftvollen Geburt in absolut entspannter Umgebung selbst aus dem Wasser heben.  Auch die ersten Stunden danach, das Ankommen und das Kennenlernen seiner großen Schwester in den eigenen vier Wänden, waren für uns vier sehr besonders. Diese Momente werde ich für immer in dankbarer Erinnerung halten.

Für meinen Mann war es besonders wertvoll, uns Zuhause mit allem versorgen zu können, was wir benötigen. Diese Sicherheit, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein (und besser ausgestattet zu sein als nur mit einer Kliniktasche), hat ihn noch entspannter werden lassen.

Ich hatte rückblickend zwei schöne Geburten, ganz unterschiedlich aber jede auf ihre Weise besonders. Die erste Geburt in der Klinik, alles noch sehr aufregend, neu, unbekannt und überwältigend. Und die zweite Geburt Zuhause, entspannt, ruhig, selbstbestimmt, mit vollem Vertrauen in mich, meinen Körper und in meine zwei Geburtshelfer – meinen Mann und dich, Nadja. Der größte Unterschied lag wohl bei mir – in meinem ganzen Mindset hinsichtlich Schwangerschaft und Geburt.

Und diese persönliche Entwicklung habe ich nicht zuletzt dir zu verdanken, Nadja. Du hast mir den ersten Anstoß dazu gegeben und mich stets ermutigt.

Dafür von ganzem Herzen DANKE.

Deine Lisa